Grem-Schüler werden zu „Zweitzeugen"

Die Schüler der Jahrgangsstufe 9 durften an einer ganz besonderen Geschichtsstunde teilnehmen, als sie am Mittwoch im Gespräch mit der Zeitzeugin Eva Weyl deren Überlebensgeschichte des Holocaust erfuhren.

Gebannt hörten die Schüler die besondere Geschichte von Eva Weyl und ihrer vom Niederrhein stammenden Familie, die von 1942 bis 1945 in einem Durchgangslager für Juden in den Niederlanden interniert war.
Geflohen, um dem Nazi-Regime zu entkommen, war die Familie mit Einmarsch der deutschen Truppen im Durchgangslager in Westerbork nahe der deutschen Grenze untergebracht. Als Sechsjährige erlebte Weyl hier eine scheinbar normale Kindheit, beschützt von ihren Eltern. Doch heute weiß sie: Diese Normalität war ein „trügerischer Schein", den der Lagerkommandant Albert Gemmeker mit allerhand Aufwand betrieb: Theateraufführungen, ein Krankenhaus, eine Schule, ausreichend Nahrung. Sogar kranken Kleinkindern ermöglichte er eine medizinische Versorgung, nur um möglichst alle Insassen „transportfähig" zu machen und sie damit in den sicheren Tod in eines der Konzentrationslager im „Osten" zu schicken. So wurden insgesamt 107.000 Menschen bis 1945 in 93 Zügen nach Theresienstadt und Bergen-Belsen und in die Vernichtungslager Auschwitz, Treblinka und Sobibor deportiert.
Weyls Geschichte unterscheidet sich von so vielen anderen Schicksalen zur Zeit des Holocaust, denn sie hat ein Happy End. „Dass ich heute hier stehe, ist ein Wunder", sagt sie. Denn ihre Familie schaffte es drei Mal, dem Transport zu entgehen - durch Glück, Zufall und einen Bombenangriff.
Jetzt hat sie es sich zur Lebensaufgabe gemacht, ihre Geschichte weiterzugeben und motiviert die Schüler „Zweitzeugen" zu werden: „Ihr müsst das weitergeben, ihr seid meine Zeugen". Doch nicht nur Weyls Engagement an Schulen ist bewundernswert, auch ihr Optimismus und der Glaube an das Gute im Menschen: „Hört auf euer Herz", appelliert sie an die Schüler, „ihr habt keine Schuld am Vergangenen, aber ihr seid verantwortlich für die Zukunft, dass so etwas nie wieder passiert". | Juliane Bensch

Auszeichnung zur Botschafterschule

An dem 22.09.2017 war es endlich soweit, unsere Schule wurde, bei dem Grillfest, als Botschafterschule ausgezeichnet. Anwesend waren Herr Florenz, Abgeordneter des Europäischen Parlaments, unser Bürgermeister Herr Fleischhauer, unser Schulleiter Herr Mennekes, unsere Seniorbotschafterin Frau Bories und natürlich wir, Alexa Krause, Julian Braun und Leann Ennulat, die Juniorbotschafter. Wir hatten schon sieben Monate an diesem Projekt gearbeitet. Angefangen hatten wir nämlich damit, dass wir das Europastudio, den Raum gegenüber des Sekretariats, gestrichen haben. Weiter ging es damit, dass wir in den verschiedenen Jahrgangstufen gefragt haben, was die EU für sie bedeutet. Dabei ist uns aufgefallen, dass manche von den Schülern gar nicht so recht wissen, was die EU wirklich bedeutet. Genau das wollen wir den Schülern mit den bevorstehenden Projekten näher bringen. Den Europäischen Gedanken.
Kurz vor der Auszeichnung zur Botschafterschule des Europäischen Parlaments, waren wir nervös. Schließlich gibt es nur 28 Botschafterschulen in ganz Deutschland und nur zehn in NRW. Auf dem Grillfest wurden also nicht nur die verschiedenen Stände aufgebaut, sondern auch eine kleine Bühne, wo wir unsere Auszeichnung erhalten haben. Natürlich haben nicht nur Herr Fleischhauer und Herr Florenz eine Rede gehalten, sondern auch Julian und Alexa. Sie haben über unsere Erfolge geredet und auf unser nächstes Projekt hingewiesen, worüber wir aber noch nichts sagen werden, damit es spannend bleibt.
Die erhaltene Auszeichnung hängt in der Schule und 'unser' Europastudio könnt ihr auch jeder Zeit besuchen und euch über Europa informieren. Wir hoffen, ihr seid genau so stolz wie wir und dass ihr euch auf die kommenden Projekte freut. | Leann Ennulat

Juniorwahl am GREM

Juniorwahl – das ist Erleben und Üben von Wahl.
Die Bundestagswahl 2017 steht an und wer sagt eigentlich, dass Schüler nicht auch wählen können?

In der Woche vom 11. bis 15. September hatten die Schülerinnen und Schüler des Faches Sozialwissenschaften am Gymnasium Rheinkamp die Möglichkeit an der Juniorwahl 2017 teilzunehmen. Bei diesem Projekt zur politischen Bildung wird die Wahl simuliert.
Zunächst sind Wahlhelfer ausgewählt worden, die die Wahlbenachrichtigungen und die Wahl für ihren Kurs vorbereitet haben.
Wahlkabinen, Wahlzettel und Wahlurnen sorgten für die richtige Atmosphäre, aber natürlich steckt hinter der ganzen Aktion mehr als das Setzen von zwei Kreuzen!
Vor der eigentlichen Wahl ist die Thematik in dem Unterrichtsfach Sozialwissenschaften eingehend behandelt worden und die Schüler/innen haben sich auch zuhause mit den zur Wahl stehenden Kandidaten und Parteien auseinandergesetzt. Dazu sind Mittel wie der Wahl-O-Mat genutzt worden, die einem helfen die Partei zu finden, deren Interessen man am meisten vertritt. „Man muss ja wissen wen man da wählt!" so eine Schülerin des SoWi Projektkurses. Und sie hat Recht! Denn die Wahl soll nicht nur als Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler dienen – die Ergebnisse werden anschließend nämlich an die Organisatoren weitergeleitet und mit rund 3.500 teilnehmenden Schulen wird nach der Auszählung ein differenziertes Ergebnis über die politische Meinung Jugendlicher vorliegen. | Dina Schewtschenko und Abira Thayabaran, SoWi ZK Q2

Aktuelles aus der Schülervertretung

Liebe Schülerinnen und Schüler,

bis jetzt haben wir schon ein paar Agendapunkte, die in diesem Schuljahr anstanden und anstehen, abhaken dürfen: So wurden auf der Schülerratssitzung der neue Schülersprecher Julian Braun und seine Vertreter Emma Uebbing, Marie Janßen und Luan Wockenfuß gewählt und auf dem Grillfest bereits viele GREM-Shirts verkauft sowie Waffeln gebacken.

Also können wir euch jetzt ganz agendagemäß zu unserem ersten großen Projekt in diesem Schuljahr, der Halloweenparty, einladen. Diese wird am 8. November 2017 von 18.00 bis 20.30 Uhr in der Mensa stattfinden. Eingeladen sind die 5.-, 6.- und 7.-Klässler. Der Eintrittspreis beträgt drei Euro.

Und welche Projekte werden noch so angegangen? Ein weiteres Projekt, das in der SV angeregt wurde, ist beispielsweise das Gedenken an die Opfer des Holocaust. Solche Gedenkaktionen werden weltweit schon in anderen Schulen umgesetzt und nun wollen auch wir ein solches Projekt bei uns an der Schule durchführen.

Übrigens: Im Zusammenhang von neuen Projektideen und auch vom Planen neuer Projekte sind natürlich auch eure Interessen und Ideen gefragt. Wenn ihr also eine Projektidee habt, die ihr unbedingt umsetzen wollt, meldet euch bei uns. Entweder ihr kommt zu einer unserer SV-Stunden donnerstags in der Mittagspause im Raum C103 oder sprecht einen aus dem oben genannten Schülersprecherteam an. Wir freuen uns auf eure Ideen!

So ist zum Beispiel auch das Engagement im Zusammenhang mit dem Weltaidstag entstanden. Am Weltaidstag informieren euch SV-Mitglieder an einem Infostand im Eingangsbereich unserer Schule über die Krankheit.

Neu ist seit letztem Jahr auch die Nikolaus- bzw. Weihnachtsaktion der SV. Vor den Weihnachtsferien (genauere Daten werden noch ausgehängt) habt ihr wieder die Möglichkeit Schokoweihnachtsmänner mit einer persönlichen Nachricht an eure Mitschüler in der gesamten Schule zu verschicken. Ein echt persönlicher und zugleich leckerer Weihnachtsgruß... Der Ertrag dieser Aktion wird übrigens zum großen Teil an den Verein der Kinderarmut in Deutschland gespendet.

Gelder, die die SV durch andere Projekte einnimmt kommen übrigens zum Beispiel unserem Patenkind zugute. Hussen Derone lebt in Abri Provisoir, einer Stadt in Haiti. Dort spricht man Creole. Er ist 14 Jahre alt und geht auf das College Verena. Sein Lieblingsfach in der Schule ist Französisch. Ansonsten liest er gerne oder spielt freie Spiele. Seine Eltern verdienen nur wenig Geld, weshalb wir ihn und seine Familie über die Patenschaft finanziell unterstützen.

Wir freuen uns auf das erste Halbjahr 2017/18 und vielleicht sehen wir uns ja in einer der nächsten SV-Sitzungen...

Liebe Grüße
Eure SV

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Erfolgreiche Teilnahme am Jugendwettbewerb Informatik

Mit rund 8.000 Teilnehmenden hatte der Jugendwettbewerb Informatik (JwInf) in diesem Jahr seine Premiere. Neben dem Informatik-Biber und dem Bundeswettbewerb Informatik ist damit ein dritter bundesweiter Wettbewerb installiert worden. Ziel ist es, das Interesse Jugendlicher schon frühzeitig für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu wecken.

Das GREM war mit den Informatikkursen der Jahrgangsstufen 8 und 9 bei der Premiere dabei.

Anders als beim Informatik-Biber wird im Rahmen der JwInf-Teilnahme schon programmiert. D.h. der Wettbewerb wendet sich an Schülerinnen und Schüler, die erste Programmiererfahrungen sammeln oder vertiefen wollen. Mithilfe der Block-orientierten Programmierumgebung "Blockly" können Programme durch das Zusammenschieben von Bausteinen geschrieben werden. Konzepte von Programmiersprachen wie Anweisungen, Bedingungen oder Schleifen können damit erlernt und verwendet werden, ohne dass zu viel Zeit auf das Erlernen der Syntax einzelner Sprachen und ihrer Feinheiten verwendet werden muss.

Nach einer gewissen Einarbeitungsphase starteten die Schülerinnen und Schüler des GREM in die erste Runde des Jugendwettbewerbs Informatik, welche vom 15. bis zum 19. Mai 2017 stattfand.

Für viele Schülerinnen und Schüler war die abschließende 90minütige Online-Teilnahme erfolgreich. Neben zahlreichen Anerkennungen und Auszeichnungen konnten sich eine Schülerin, Jennifer Scherer, und drei Schüler, Robert Krause, Kerem Göklü und Abdesselam Boutchich sogar über einen 2. Preis freuen. Alle vier Preisträger sind damit für die zweite Runde des Wettbewerbs zugelassen, der zusammen mit der ersten Runde des 36. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf) vom 1. September bis zum 27. November 2017stattfindet und aus zwei "Junioraufgaben" besteht, die es zu bewältigen gilt.

Gewinn des DU-MINT-Wettbewerbs 2016/2017

Yvonne, Merit, Jasmin Lenja und Lara gemeinsam mit Herrn Hanson

Wir sind fünf Mädchen aus der jetzigen 7a und haben (noch als Sechstklässlerinnen) am DU-MINT-Wettbewerb 2016/2017 teilgenommen. Dieser Wettbewerb wird vom zdi-Zentrum Duisburg alljährlich veranstaltet und soll die Begeisterung für die MINT-Fächer fördern.
Unsere Wettbewerbsaufgabe bestand darin, ein Spiel zu entwickeln, in dem sich unsere Zukunftsvision des Lebens in der Stadt Duisburg in 50 bis 100 Jahren widerspiegelt. Wir sind mit zwei Teams angetreten und haben erfolgreich den ersten und den vierten Platz errungen. Unser Siegerspiel ist eine Art Quiz. Es gibt dabei verschiedene Aufgaben zu lösen, mit denen man ins Jahr 2100 gelangt. Die Jury lobte, dass sich unser Spiel „durch Spielspaß, Innovation und großen Bezug zu MINT" auszeichnet.
Letztes Jahr fingen wir rechtzeitig an das Spiel zu entwickeln und reichten unsere Beiträge fristgerecht im Dezember ein. Es dauerte aber bis zum Sommer dieses Jahres, bis die Jury ihre Entscheidung bekannt gab. Da wir wegen schulischer Verpflichtungen an der Siegerehrung nicht persönlich teilnehmen konnten, kamen die Preisrichter der Universität Duisburg zwei Tage vor den Sommerferien an unsere Schule, um uns die Preise zu übergeben. | Von Lenja Kehl, Merit Wichern und Lara Janz

Künstler unter den Dächern des Moerser Schlosses

Zum Tag des Denkmals und anlässlich des Schlossfestes in Moers war die Klasse 6d am 8.9. 2017 künstlerisch sehr erfolgreich. Das diesjährige Motto des Wettbewerbs „Macht und Pracht aus aller Herren Länder" setzten die jungen Künstler in einem fantastischen und farbenfrohen 20 m2 Gemälde mit Kreide um. Eigentlich war die ganze Aktion als Straßenmalbild geplant, rings um das Denkmal der Henriette, aber das Wetter meinte es nicht gut und so sorgte das Team des Moerser Schlosses für einen neuen Wirkungskreis.
Unter den Dächern des Schlosses entstanden prachtvolle Tempel, Pyramiden, die Golden Gate Bridge, das weiße Haus und vieles mehr. Majestätische Löwen, Pharaonenhunde, Vögel und ein großer Elefant konkurrierten mit einem Reiterdenkmal, einer Krone und Diamanten, die allesamt von Zeus in Schach gehalten wurden. Und um alles schlängelten sich rote und blaue Orchideen und andere wunderbare Pflanzen. Mit Feuereifer wurde gemalt. Gegen Ende der Aktion wurde es immer kniffeliger, Lücken des Bildes mussten geschlossen werden, da waren auch die letzten Socken bunt und man musste akrobatisch hin und her hüpfen.
Während sich eine 5- köpfige Jury aus Künstlern und Museumsleitung schließlich zusammensetzte und den Sieger auswählte, gab es in den Museumsräumen etwas zu trinken und zu knabbern. Schließlich wurde der Sieger im Rittersaal des Schlosses verkündigt. Und so konnten die Klassensprecher der 6d den 1.Preis entgegennehmen: Einen Gutschein im Wert von 150 Euro für einen Workshop zum Thema „Mittelalter" . Zum Schluss gab es dann noch eine Miniführung durch die Schlossräume und dann ging es ab nach Hause.
Es war einfach eine tolle Sache und Herr Bachmann und Frau Bühning waren sich einig: es war nicht nur eine super Kunstaktion, sondern es hat wieder mal gezeigt, dass die 6d etwas gemeinsam bewegen kann. :) | Bühning

Schüler beim FreestylePhysics-Wettbewerb der Universität Duisburg-Essen aktiv

FreestylePhysics, was bedeutet das eigentlich? Max´ und meiner Meinung nach gute Ideen, viel Vorbereitung, eine Menge Improvisation, aber auch sehr, sehr viel Spaß. Ungefähr das war unsere Abschlussmeinung nach unserer Teilnahme an dem Wettbewerb, der jährlich von der Universität Duisburg-Essen ausgerichtet wird. Zur Auswahl standen uns anfangs fünf verschiedene Aufgaben, von denen wir eine lösen mussten. Wir entschieden uns für die Auf-gabe „Crashtest", bei der wir ein Fahrzeug bauten, welches eine Rampe hinunterfuhr (im 30°-Winkel!) und anschließend frontal gegen eine Mauer prallte. Ziel war es, dass aus einem randgefüllten Becher, der mit unserem Gefährt mitfuhr, möglichst wenig Wasser entwich.

Wir entschlossen uns zunächst, selber zu forschen, gleichzeitig aber auch Lehrer nach ihren Ideen zu fragen. Eine sehr gute Idee kam dabei von Fr. Dr. Völkel und Herrn Duensing, die uns das Prinzip der kardanischen Aufhängung präsentierten. Diese Aufhängung kann mit einer Kompassaufhängung, bei der sich der Kompass immer im Lot zur Erdoberfläche aus-richten kann, verglichen werden. Nach einer Internetrecherche, ob eine solche Aufhängung in unserem Maßstab zu kaufen ist, mussten wir feststellen, dass diese in gefühlt allen Vari-anten, nur nicht in der von uns benötigten Variante zu bestellen ist. Da wir sowieso gerade mit unserem Informatikkurs im FabLab der Hochschule Rhein-Waal waren und einen Work-shop zu der zukunftsträchtigen Technik des 3D-Drucks besuchten, fragten wir dort nach, ob es nicht möglich sei, entsprechende Ringe für die Aufhängung auszudrucken. Nach einigem hin und her war dies dann auch möglich und unsere Ringe waren schon einmal besorgt. Es folgte das Zurechtbohren, -schrauben und -sägen. Dies gestaltete sich äußerst schwierig, da zu unserer privaten Ausstattung leider keine Standbohrmaschine mit entsprechendem Zube-hör gehörte. Wir mussten also mit einem normalen Akkuschrauber versuchen, die Löcher genau im 90°-Winkel zu bohren. Wie bereits erwähnt, eine besonders schwierige Aufgabe, die wir dann aber auch zufriedenstellend meisterten. Es folgte nach dem vorläufig letzten Zusammenbau der erste Test mit ernüchterndem Ergebnis. In unserem mit Wasser gefüllten Becher blieb NICHTS mehr drin. Ok, dachten wir uns, klebten ein paar Schwämme vor das Gefährt und fuhren erneut die Rampe hinunter. Wieder nichts. Ab jetzt filmten wir die Fahr-ten, um feststellen zu können, an welchen Stellen wir noch Dinge verbessern konnten. Es stellte sich raus, dass die Schwämme kaum Widerstand gaben, der Übergang zwischen Rampe und Ebene viele zu ruppig war und die LEGO-Reifen, die wir verwendeten, viel zu instabil waren, um einen solchen Crash Widerstand zu leisten. Also wieder von vorne. Teile abbauen, neue dranbauen und es entstand ein neuer Aufprallschutz, nun mit härteren Schwämmen, die flächendeckender eingesetzt wurden. Außerdem bekam unser „Auto" eine Verlängerung nach vorne, damit die Reifen nicht mehr so belastet werden würden. Nach-dem auch die kardanische Aufhängung blockiert war, damit sie keine Überschläge mehr machte, konnten wir nun zum Wettbewerb fahren.

Wir trafen uns vor Ort mit Frau Dr. Völkel und verbrachten einen spannenden Tag. Dabei stand natürlich unsere Vorführung vor der Jury im Mittelpunkt, eine Laborführung, eine Campusführung und ein Mittagessen ergänzten das Programm aber.

Um 13:15 war es dann schließlich soweit und unsere Startnummer wurde aufgerufen. Die Jury kontrollierte, ob wir auch wirklich alle Grundvoraussetzungen erfüllten und gab uns dann die Freigabe zum Start. Ungefähr 1,9 Sekunden später waren wir dann auch schon wie-der fertig. 37,1 g war das Ergebnis, welches wir erzielten. Nicht besonders toll, aber wenn man sich an unsere Tests mit nahezu null Gramm erinnert, doch ein Erfolg.

Um 15:00 Uhr ging dann die Tombolaverlosung mit anschließender Preisverleihung los. Und obwohl wir natürlich viel Hoffnung in unser Los hatten, gewannen wir leider nicht. Auch bei der Preisverleihung gehörte unser Gefährt nicht zu den besten. Insgesamt dürfen wir dafür aber sagen, dass wir zu den Teilnehmern dieses Wettbewerbs gehörten und sehr viel Spaß bei der Vorbereitung und während des Finaltages hatten. Auch konnten wir viele praktische physikalische Gegebenheiten austesten und feststellen, dass die newtonschen Axiome scheinbar wirklich richtig sind...  | von Julian Braun, EF

„König Ödipus"

in einer Neudichtung mit Musik von Bodo Wartke (www.bodowartke.de)
wurde im Juli 2017 von Soon im Kulturzentrum Rheinkamp präsentiert

Kann ein Theaterstück, das vor fast 2500 Jahren uraufgeführt wurde, heute noch das Publikum begeistern? Es kann!
Die Tragödie um König Ödipus, der von seinen Eltern ausgesetzt wurde, weil das Orakel prophezeit hatte, er würde seinen Vater ermorden und seine Mutter heiraten, ist von Bodo Wartke in eine moderne und witzige Sprache übertragen und vom Musiktheater Soon unter der Leitung von Silvia Westmeier, Oliver Trefzer und Tobias Salinga eindrucksvoll in Szene gesetzt worden.
Gleich zu Beginn der Aufführung wurden die Zuschauer von einem göttlichen Auftritt der Schülerin Emma Uebbing in den Bann gezogen, die als Sprecherin und Kommentatorin das Geschehen auf der Bühne einleitete, vorantrieb und bewertete. Emma spielte nicht nur überzeugend, sie sang auch herzzerreißend schön, so dass es nicht verwunderte, dass auch das Publikum mit einstimmte.
Ödipus (Simon Schmieler) kam als Sturzgeburt zur Welt, wie gut, dass seine Mutter „Iokaste – wat haste?" (Hannah Joe Huberty) zumindest darunter nicht leiden musste. Die Tötung des Kindes scheiterte daran, dass der „verwirrte Hirte irrte", doch der Chor beruhigte mit der Weisheit, „Am besten man bewahrt sich in der Krise den Humor!".
Indes zeigte sich das Orakel von Delphi (Nina Weidlich) zunehmend genervt von den dummen Fragen der Griechen und versuchte, durch Verschiebung der Öffnungszeiten und angeblich schlechten Empfang seiner Aufgabe zu entgehen. Vergeblich.
In Anlehnung an das brechtsche Theater wurde das Publikum nicht nur direkt angesprochen, es wurde zum Teil des Stücks. Als Thebaner bangten alle um die Rettung ihrer Stadt, die von der bösen Sphinx (Julia Cichy) belagert wurde, und priesen gemeinsam mit der Priesterin (Meret Schweers) den König.
Es kam, wie es kommen musste, die Prophezeiungen erfüllten sich, allen war längst klar, wohin die Reise geht, nur Ödipus nicht, der sich sogar mit Kreon (Sophie Kitschke) in einem Rap-Battle verkrachte, sich mit dem blinden Seher Teiresias (Miriam Wystub) anlegte und diesen am Ende sogar aus dem Palast warf: „Ja, genau, verpiss dich. Wenn's geht auch längerfristig!" In dieser Verblendung konnte ihm leider auch die sehr überzeugende Therapeutin (Sina Körner) nicht helfen, obgleich sie „wenig Freud" und ein ausgeprägtes „Über-Ich" diagnostizierte.

Vater ermordet, Mutter tot, Ödipus blind – kann man da noch von später Einsicht sprechen? Die zentralen Fragen, ob unser Lebensweg vom Schicksal vorherbestimmt sei, ob wir einer möglichen Vorherbestimmung ausweichen können oder unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen vermögen, sind mit Sicherheit noch nie so amüsant und temporeich verpackt worden.

Allen, die an diesem Stück mitgewirkt haben, sei herzlich gedankt für drei tolle Abende. Das Publikum freut sich schon auf's nächste Jahr, für das eine glitzernde und laute Show versprochen wurde.

MÜL/ © Fotos: Alina vom Bruch

Weitere Bilder - „König Ödipus"

Cleverixe besuchten das „YouthScienceCamp" im Tectrum Duisburg

Was ist das denn für eine Veranstaltung, die mit den Worten beginnt: „Packt alle eure Handys aus, filmt, fotografiert, twittert und postet, was immer euch vor die Linse kommt!"
Das ist die moderne Form eines Workshops, in dem Jugendliche, Lehrer, Studenten, Youtuber und Co über den Sinn oder Unsinn naturwissenschaftlichen Unterrichts diskutieren. Als „BarCamp" angelegt, durften die Teilnehmer selbst bestimmen, worüber sie reden wollen. Was lag den Cleverixen da näher, als ihre Ideen zur Verbindung von Geistes- und Naturwissenschaften in die Runde zu werfen und sich darin bestärken zu lassen, dass bspw. Theater, Literatur und Chemie bestens miteinander zu vereinen sind.
Zu den Highlights des Tages gehörte die Experimentiershow des Projektkurses Chemie eines Mühlheimes Gymnasiums: Gummibärchen wurden in die Hölle geschickt, Elefantenzahnpasta produziert und Flüssigkeiten färbten bzw. entfärbten sich wie von Zauberhand.
„Techtastisch", ein hibbeliger und äußerst sympathischer Youtuber, ließ Dreierpendel Kunstwerke in die Dunkelheit malen und hielt diese auf Fotos fest, schrumpfte Marshmallows und stand für innige Fotos bereit.

Wir halten fest: Ein interessanter und wirklich witzig-lehrreicher Tag!

Wer mehr wissen will: #YouthScienceCamp


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